bolU18w TS Jahn München gegen ESV Staffelsee

FC Bayern München Basketball gegen Telekom Baskets Bonn Pokalspiel oder bolU18w TS Jahn München gegen ESV Staffelsee

Der geneigte Leser fragt sich, was will der Autor des Berichtes wohl an dieser Stelle erwähnen, was nicht schon ausgiebig in den einschlägigen Medien nach der Niederlage des FC Bayern im Ligapokal gegen Bonn geschrieben wurde?
 
Nun es sind Gemeinsamkeiten, aber auch kleine Unterschiede. Gemeinsam ist gewesen, wir hatten, wie der FC Bayern damals, zu Spielbeginn auf wichtige Spielerinnen verzichten müssen: Lina verletzt, Jana krank, Emmi in der WNBL.
 
Wir stehen in der Tabelle vor Staffelsee. Wir hatten das Hinspiel souverän und deutlich gewonnen, sprich auch wir waren Favoriten. Schnell konnten sich die Gastgeberinnen vor zahlenmäßig WNBL-formatiger Kulisse einen kleinen Vorsprung erarbeiten, den unsere jungen Spielerinnen nicht entscheidend verringern konnten. Erst kurz vor Ende der ersten Spielhälfte schafften wir es, auf ein 27:26 heranzukommen. "Wir haben in der ersten Halbzeit katastrophal gespielt. Das war keine Leistung. Keine Ahnung, woran es gelegen hat...“. (Zitat Maodo Lo, FC Bayern nach der ersten Hälfte der Bayernspieler gegen Bonn).
 
Dies traf leider auch auf unsere Damen zu. Coach Gerds Briefing vor dem Spiel und die Anweisungen während der ersten Halbzeit schienen ins Leere zu laufen.
 
Also alles von vorne im zweiten Abschnitt. Raus aus der Pause wurde endlich schneller Transition-Basketball gespielt, beherzt verteidigt (Pia und Andrea mit schweren Aufgaben), um dies dann nach drei Spielminuten auch wieder einzustellen.
 
Die Staffelseeerinnen drückten uns ihr Tempo(?)auf, das wir nur zu gerne mitgehen wollten. Pia und Andrea gaben in der Defense alles, sodaß die Gastgeberinnen nicht weiter als drei Punkte enteilen konnten. Wer in der Offense aber zwölf ungefährdete Korbleger danebenlegt, muss sich nicht wundern, wenn der Gegner vorne bleibt.
Aber der Teamgeist war ungebrochen. In Abschnitt zwei wurde mehr gekämpft, mehr von der Bank angefeuert, mehr in den Auszeiten Mut gemacht und immer wieder gezeigt, was wirklich in diesem Team steckt. Paulina mit 2 Dreiern, Alina mit mutigen Aktionen zum Korb, Olivia unerschrocken gegen alle Riesen aus Staffelsee unter dem Korb, Pia und Andrea mit der Bewachung der großen Akteurinnen des ESV. 36 Sekunden vor Schluß Herzschlagfinale. Der Gegner führt mit einem Punkt und bekommt zwei Freiwürfe, da unsere Teamfoulgrenze erneut überschritten war. Der erste geht daneben und der zweite trifft –wurde aber annulliert wegen Linienübertretung.
 
Auszeit Jahn noch 26 Sekunden auf der Uhr. Ein Play wird aufgezeichnet,alle wissen Bescheid. Wir wollen unsere Angriffszeit voll herunterspielen und spät punkten –soweit der Plan. In der Realität sah es anders aus. Unsere Damen hatten in dieser Saison noch nie den Fall, ein so enges Spiel zu haben. Entweder waren wir weit vorne oder hatten keine Chance mehr zu gewinnen. Also Neuland in der sogenannten crunchtime.
 
So kam es, wie es kommen musste. Unser Plan ging nicht auf, der Gegner bekommt den Ball, Olivia foult schnell und der es gibt wieder zwei Freiwürfe. Der erste geht daneben, der zweite trifft, wird aber annulliert wegen Linienüberschreitung (auch hier lagen wohl die Nerven blank). So nun 5,6 Sekunden auf der Uhr, unser Einwurf. Ansage vom Coach, langer Pass nach dem Einwurf, Paulina bekommt den Ball und attackiert den Korb. Noch 4 Sekunden. Paulina zieht zum Korb, macht den berühmten Layupfloaterhook und trifft. Plus eins für uns, 0,2 Sekunden auf der Uhr. Die Freude bei Jahn riesig.
 
Der Gegner nimmt noch eine Auszeit und bringt den Ball wieder ins Feld, aber die Zeit reicht nicht mehr für einen Wurf. Sieg mit einem Punkt.
 
Hier ist der große Unterschied zum FC Bayern.
  
Einige Stats: 23 Fouls, 58 Punkte (Paulina 20, Pia 9, Olivia 11, Sophia 5, Alina 8, Daniela 3, Senta u. Lina je 1), 3 (Paulina 2, Sophia 1) Dreier, 12 1:0 Korbleger verlegt, gewonnen mit Buzzerbeater.
 

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