ALLER EHREN WERT

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Wenn auch letztlich nicht von Erfolg gekrönt, so war der Auftritt von Jahns Zweitliga Damen an diesem Samstagabend doch über weite Strecken sehr ansehenswert. Im Aufeinandertreffen des 13. Spieltages präsentierten sie sich den Rhein-Main Baskets trotz überhandnehmendem Krankenstand lange Zeit sehr teuer. Nach rund 35 Minuten offenen Schlagabtausches sichern sich die Hessinnen dann allerdings auf den Schlussmetern in Form gleich dreier erfolgreicher Drei-Punkt-Treffer entscheidend das Momentum. Mit dem 62 – 70 feierten sie ihren bereits achten Sieg in Folge. Der Jahn wiederum bleibt somit auch im neuen Jahr und damit seit nunmehr bald zwei Monaten weiterhin sieglos.

Dass sich dabei letztlich überhaupt fünf Spielerinnen zur gewohnten 20 00 Uhr Zeit im nostalgischen Umfeld der alten Jahn-Halle zusammenfanden, war selbst untertags noch keineswegs gewiss. Zu sehr war die direkte Spiel-Vorbereitung von dem Vernehmen nach recht spontanen Interkontinental-Reisen einerseits, laufenden Nasen, roten Köpfen und kratzenden Hälsen andererseits geprägt. Mit Sprungball kamen dann allerdings nicht nur diese verbliebenen Sieben recht schleppend in die Partie, auch den zuletzt so überzeugend auftretenden Gästen der Rhein-Main Baskets unterliefen immer wieder kleine Leichtigkeitsfehler. Und so dauerte es zehn Freiwürfe und etwa acht Minuten bis zum zwischenzeitlichen 7 – 8, ehe dieses Spiel erstmals richtig Fahrt aufnehmen sollte.

Getragen von ihrer auch an diesem Abend Besten, der ehemaligen Nationalspielerin Svenja Greunke unter dem Korb, enteilten die Baskets kurzzeitig mit einem 0 – 8 Lauf. Immer wieder setzte die großgewachsene Innen-Spielerin rund um die gesamte Zone herum ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene. Neben 19 eigenen Punkten und zwölf Rebounds stehen so ergänzend noch fünf direkte Korbvorlagen in nahezu der vollen Distanz von 40 Minuten Spielzeit für sie zu Buche. Vor allem gelang es ihr aber unter Hinzunahme ihres vollen Erfahrungsschatzes auch, Kim Siebert auf Seiten des Jahn recht kreativ direkt vor Viertelschluss noch gleich zwei Fouls anzuhängen. Großer Profiteur davon war neben ihr selbst Jule Seegräber, mit 22 Zählern am Ende gar erfolgreichste Punktesammlerin des Tages. Insgesamt 14 Punkte gingen dabei in den ersten zehn Minuten schon allein auf das Konto dieses Duos. Dagegen blieb Mailien Rolf (4) als ansonsten dritter zentraler Anker im Spiel der Mannschaft von Gäste-Trainer Saymon Engler an diesem Abend überraschend etwas blass.

Die Hausherrinnen ihrerseits hatten dann allerdings endgültig den Kampf angenommen und revanchierten sich mit energischem Zug zum Korb. Ganze zehn Freiwürfe allein in den ersten drei Spielminuten des zweiten Viertels und ein daran anschließend, überraschend deutlicher 15 – 0 Lauf waren der mehr als verdiente Lohn. Sicherlich war dieses zweite Viertel auch in seiner Gesamtheit die effektivste Münchner Phase. Einzig mit der finalen Chancenverwertung vieler durchaus sehenswert herausgespielter Würfe in den Minuten direkt vor dem Seitenwechsel war im Nachhinein vielleicht etwas zu hadern.

Demgegenüber zeigte sich die Spielgemeinschaft aus dem Süden Frankfurts nach der Pause jedoch genau dann eiskalt, als es darauf ankam. Fiel in der ersten Halbzeit nur ein einziger der zwölf Wurf-Versuche von jenseits der Drei-Punkt-Linie, fanden die Baskets dann im zweiten Durchgang in jedes Münchner Aufbäumen hinein den exakt notwendigen Gegenstoß aus mindestens 6.75-Metern Distanz. Bereits früh im dritten Viertel und im Nachhinein wohl gleichermaßen vorentscheidend brachten sie sich mit drei Erfolgen in Serie zum 32 – 41 so weit in Front, als dass dies bis zum Ende hin stets knapp Bestand halten sollte.

Mit couragiertem und kämpferisch nicht müde werdendem Einsatz lag die Partie beim 47 – 50 zu Beginn des Schlussviertels zwar nochmals vor den Füßen der Turnerschaft aus Münchens Osten. Und doch wollten nicht einmal die folgenden, eingangs erwähnten drei Dreipunkt-Treffer in Folge zum zwischenzeitlichen 51 – 66 die Moral endgültig brechen. Mit allen verbliebenen Reserven und seinerseits wiedergefundener Treffsicherheit aus der Distanz rannte der Jahn immer weiter an und gab keinen Ball verloren. Die verbliebene Rest-Spielzeit und Partie an sich war zu diesem Zeitpunkt dann hingegen endgültig enteilt, auch ohne weitere eigene Auszeit behielten die Rhein-Main Baskets schlussendlich knapp die Ruhe und somit Oberhand.

Summa summarum waren es in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel rückblickend wohl gerade anfangs schlicht ein paar entscheidende Ballverluste sowie abgegebene zweite Chancen (allein derer zehn bzw. fünf in den ersten zehn Spielminuten) zu viel, um sich früher in eine aussichtsreichere Position zu bringen.

Während der Ausflug in die alte Heimat der Bogenhausener-Doppelhalle voraussichtlich nur von einmaliger Dauer war, geht es für die Isarstädterinnen vor dem ganz maßgebenden Duell mit dem TSV 1880 Wasserburg Ende Januar an der Weltenburger Straße indes noch einmal auf Reisen. Erst vor circa einem Monat kreuzte man zuletzt mit dem Tabellenführer der QOOL Sharks aus Würzburg die Klingen zum Hinrunden-Ende. Am kommenden Samstag wartet nunmehr direkt das Rückspiel am Main, gewiss nicht nur aufgrund der Tabellenlage eine mehr als undankbare Aufgabe. Nach letzten Endes fast einem ganzen Dutzend Siegen in Folge wankte & fiel das Team aus der Geburtsstadt Dirk Nowitzkis ausgerechnet vor heimischer Kulisse schließlich am zurückliegenden Wochenende im prestigeträchtigen Franken-Derby gegen die DJK Bamberg (53 – 62).

Für die TS Jahn München spielten:
Leonie Kambach (21 Punkte / 2 „Dreier“), Kim Siebert (16 / 1), Theresa Spatzier (9 / 1), Gabriela Viskovic (9 / 1), Viktoria Sarkoezi (6 / 2), Judit Tella Vila (2) und Liliane Heilmann (0)

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